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Start up grants 2022

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Johanna Strobl und Konstantinos Mengrelis erhalten Start up Grants 2022

Johanna Strobl und Konstantinos Mengrelis erhalten Förderungen für ihre Projekte zur Stammzelltransplantation bzw. zur Knochenmarkinfusion.

 

 

 

Über das Projekt von Johanna Strobl
Die allogene hämatopoietische Stammzelltransplantation ist eine wichtige Therapieoption, vor allem für maligne Erkrankungen des blutbildenden Systems. Ihr Erfolg wird maßgeblich durch die Verhinderung schwerwiegender Abstoßungsreaktionen (Graft-versus-Host Erkrankung) bei gleichzeitigem Erhalt von Spender-T-Zellen zur Verdrängung von leukämischen Zellen (Graft-versus-Leukemia-Effekt), bestimmt. Obwohl die epigenetische Regulation von T-Zellen drastische Auswirkungen auf deren Entwicklung, Stabilität und Funktion hat und somit eine potentielle Möglichkeit zur Toleranzinduktion darstellt, ist diese im Kontext der Stammzelltransplantation kaum erforscht.

Im Rahmen ihres Projekts untersucht Johanna Strobl daher zunächst die epigenetische und transkriptionelle Regulation von Spender- und Empfänger-T-Zellen im Verlauf der Stammzelltransplantation. Die Ergebnisse sollen mögliche Ansatzpunkte zum Fine-Tuning der Immunantwort durch epigenetische Modellierung entdecken. Im Anschluss wird der Effekt von epigenetisch wirksamen Medikamenten, zum Beispiel Inhibitoren der Histon-Deacetylasen, ex-vivo an isolierten Zellen von PatientInnen nach Stammzelltranplantation getestet. Insgesamt hofft Strobl mit diesem Projekt neue supportive Therapien zur Erhöhung der Sicherheit bei Stammzelltransplantation aufzuzeigen.

Zur Person
Johanna Strobl ist Assistenzärztin an der Universitätsklinik für Dermatologie und befindet sich derzeit im Rahmen eines Clinician Scientist Research Fellowships am Sanger Institute in Cambridge.

Im Jahr 2020 absolvierte sie ihr PhD Studium auf dem Gebiet der Immunologie, im Zuge dessen sie sich mit residenten T-Zellen der Haut in der allogenen Stammzelltransplantation beschäftigte. Als Post-Doc in der Arbeitsgruppe von Georg Stary publizierte sie seither zur Zirkulation von Lymphozyten in der Graft-versus-Host Disease und erforscht immunologische Mechanismen infektiöser Hauterkrankungen.

 

Über das Projekt von Konstantinos Mengrelis
Das Projekt befasst sich mit entscheidenden Fragen einer laufenden prospektiven klinischen Phase-I/IIa-Studie, die an der Medizinischen Universität Wien durchgeführt wird. In dieser Studie wird die Treg-Therapie zusammen mit einer Spender-Knochenmarkinfusion und einer aIL-6R (Tocilizumab)-Behandlung verwendet, um einen transienten Chimärismus bei EmpfängerInnen zu induzieren frei von Myelosuppression (EudraCT Nr 2018-003142-16). Konstantinos Mengrelis wird die Einzelzellsequenzierung verwenden, um zu untersuchen, wie autologe expandierte Treg-Zellen die NK-Zellreaktionen kontrollieren, und so die frühe Einnistung des Knochenmarks zu erleichtern.

Langfristiges Ziel ist es, die grundlegenden Wechselwirkungen zwischen Treg-Zellen und NK-Zellen weiter zu untersuchen, um zur Entwicklung neuartiger therapeutischer Interventionen nach allogener KMT beizutragen. Damit sollen BMT-Protokolle unter Bedingungen mit reduzierter Intensität entschärft werden, in denen eine Myeloablation insgesamt unnötig ist.

Zur Person
Konstantinos Mengrelis absolvierte seinen MSc am Imperial College London in Molecular Medicine (2010) und promovierte am University College London (2016). Er konzentrierte sich auf den Einfluss des „Hedgehog Signaling“ auf die Entwicklung von T-Zellen. Als Postdoc forschte er am selben Institut weiter, wo er die Rolle von Treg-Zellen bei Transplantation und Autoimmunität untersuchte. Derzeit arbeitet er in der Forschungsgruppe von  Thomas Wekerle an der Klinischen Abteilung für Transplantation der Universitätsklinik für Allgemeinchirurgie der MedUni Wien.